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ISBN/EAN: 978-8-02-834294-4
Einband: kartoniertes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2023
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
36 S.
Format (T/L/B):
0.2 x 22.9 x 15.2 cm

Hersteller:
Copycat s.r.o.
kristoferpaetau@gmail.com
Schnirchova 662/22, Holesovice
CZ 170 00 Prague


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Der letzte Sonnensohn

Historischer Roman über Inka-Reich, spanische Konquistadoren und den Kulturkonflikt der Kolonialeroberung

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Beschreibung

Der letzte Sonnensohn gestaltet den Untergang der inkischen Herrschaft im Zeichen spanischer Eroberung als historisch-politische Erzählung. Scherr verbindet erzählerische Anschaulichkeit mit kulturgeschichtlicher Reflexion: höfische Rituale, religiöse Symbolik und koloniale Gewalt erscheinen nicht als exotisches Beiwerk, sondern als Kräfte eines Weltumbruchs. Stilistisch steht das Werk in der Tradition des deutschsprachigen historischen Romans des 19. Jahrhunderts, der Geschichte moralisch deutet und zugleich dramatisch verdichtet. Johannes Scherr, 1817 in Württemberg geboren und nach den Revolutionen von 1848 in die Schweiz emigriert, war Publizist, Kulturhistoriker und Professor in Zürich. Seine demokratische Gesinnung, seine Kritik an politischer Unterdrückung sowie sein weitgespanntes Interesse an Weltgeschichte prägen auch dieses Buch. Der Blick auf ein zerstörtes Reich erlaubt ihm, Macht, Fanatismus, Eroberung und geschichtliche Schuld aus liberal-humanistischer Perspektive zu befragen. Empfohlen sei Der letzte Sonnensohn Lesern, die historische Literatur nicht nur als Abenteuer, sondern als Deutung vergangener Zivilisationen verstehen. Das Buch bietet Spannung, Pathos und gelehrte Beobachtung zugleich und eröffnet einen aufschlussreichen Zugang zur europäischen Vorstellung von Amerika, Kolonialismus und tragischer Größe.