Details
ISBN/EAN: 978-3-96196-154-2
Einband: Leinen
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Auflage:
1. Auflage 2020
1. Auflage 2020
Erschienen am:
20.10.2020
20.10.2020
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
288 S.
288 S.
Format (T/L/B):
2.8 x 19.5 x 13 cm
2.8 x 19.5 x 13 cm
Hersteller:
Kursbuch Kulturstiftung gGmbH
kursbuch[at]kursbuch[dot]online
Schopenstehl 15
DE 20095 Hamburg
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Schopenstehl 15
DE 20095 Hamburg
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Zumutungen
Wissenschaft in Zeiten von Populismus, Moralisierung und Szientokratie
Beschreibung
Pluralistische Gesellschaften sind voller Zumutungen: Andere vertreten andere Positionen, Moralen oder Rationalitäten als man selbst. Sachlich falsche Entscheidungen können demokratisch legitim sein. Freiheit braucht das zivilisierte politische Streiten. Und nicht einmal die Wissenschaften könnten es schlichten, denn ihr Wissen ist in gewisser Weise stets vorläufig. Gegen solche Komplexität wird derzeit revoltiert: Durch populistische Provokationen; durch überschießende Moralisierung; durch szientokratische Vereinfachung, welche Politik bloß als Exekutierung klarer wissenschaftlicher Lösungen versteht. Konkrete Beispiele, an denen dies hier gezeigt wird, reichen von Corona über Trumps Tweets und öffentliche Wissenschaftsdebatten bis hin zu akademischen Rederegimen. Zugleich argumentiert der langjährige Wissenschaftsratsvorsitzende und Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Peter Strohschneider, dafür, dass wir uns den gesellschaftlichen und politischen Zumutungen des Pluralismus stellen müssen. Und das heißt: mit Vorbehalten leben, Irritationen produktiv machen, Kontingenz und Mittelbarkeit auch als Voraussetzung von Freiheit und Modernität verstehen. Ein Plädoyer für die Pluralismuszumutungen moderner Gesellschaft. Ein engagierter Essay der Verteidigung unserer liberalen Demokratie.
Über Peter Strohschneider
Peter Strohschneider (*1955) war von 2013 bis 2019 Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Er ist Professor i.R. für Germanistische Mediävistik an der Ludwig-Maximilians-Universität und lebt in München.